Corona

Die Auswirkungen des Coronavirus auf den Freelancer-Markt

Projektentwicklung seit Beginn der Coronavirus-Pandemie

Home-Office, Hamsterkäufe und Quarantäne: Der Coronavirus hat Deutschland fest im Griff. In unserer heutigen Analyse schauen wir uns die Auswirkungen auf den Freelancer-Markt an. Konkret: Wie entwickelt sich das Projektangebot und wie sieht es mit Remote-Arbeit aus?

Projektlage seit Beginn der Corona-Krise

Plötzlich Home-Office

Der erste Coronavirus-Fall wurde in Deutschland am 28. Januar 2020 in Bayern gemeldet, doch größere Einschränkungen von Privat- und Wirtschaftsleben begannen erst Mitte März. Was mit dem Verbot von Großveranstaltungen begann, führte schließlich zu einer Situation, an die sich derzeit noch viele Unternehmen und Arbeitnehmer in Deutschland gewöhnen müssen: verteiltes Arbeiten, Videokonferenzen und vor allem – das eigene zu Hause als Arbeitsplatz.

Krise lässt auch Freelancer-Projektzahl schrumpfen

Viele Branchen, wie etwa die Automobilindustrie, sind derzeit sehr stark von den Folgen des Coronavirus betroffen, denn die Produktion steht still. Andere Unternehmen liegen zurück, wenn es um Digitalisierung geht: Wer Kunden noch nicht mittels E-Commerce Zugang zu seinen Produkten und Dienstleistungen gewährt, muss schnell umstellen oder auf Einnahmen verzichten. Das hat auch zur Folge, dass es derzeit weniger Projekte für Freelancer gibt: Um 29% ging die Anzahl neuer Projekten Mitte März zurück. Zuvor schwankten die Projektzahlen, die in einer Woche ausgeschrieben wurden, zwischen 700 und 1000. Aktuell sind es immerhin noch rund 550 neue Projekte pro Woche, mit leicht sinkender Tendenz.

Deutlich mehr Remote-Projekte

Auch auf dem Freelancer-Markt war bei Projekten remote bislang nicht der Normalfall. Der durchschnittliche Remote-Anteil von Projekten verläuft seit geraumer Zeit im unteren zweistelligen Prozentbereich. Hier gibt es nun einen positiven Trend zu verzeichnen: Seit Ende März hat sich dieser Wert fast verdoppelt auf fast 23% aller neuen Projekte pro Woche. Aus Rücksichtnahme auf die Gesundheit starten viele Projekte zunächst erst einmal im Home-Office. Da die Projektanzahl insgesamt zurückgeht, heißt das: Freelancer sollten nicht zögern, sich auf die bestehende Projektausschreibungen zu bewerben.

Ein paar Worte zur Analyse…

Als Remote-Projekte werden von uns alle Projekte gezählt, die es ermöglichen, zumindest einen Teil der Arbeit nicht vor Ort tätigen zu müssen. Das heißt: Sowohl Projekte mit einem Tag remote, full-remote Projekte oder solche, die derzeit wegen Corona von zu Hause starten, aber sobald möglich wieder vor Ort stattfinden sollen, werden für die Analyse von uns berücksichtigt. Als Datengrundlage dienen uns die Projekte der 55 größten Recruiter im DACH-Raum.

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