Sicherheit geht vor: In welchen Branchen derzeit das Projektangebot wegen Corona zurückgefahren wird

Diese Branchen leiden besonders unter Corona

Einfluss des Corona-Virus auf einzelne Branchen

Letzte Woche haben wir in unserer Analyse von Projektausschreibungen auf dem Freelancer-Markt gesehen, wie sich das Angebot an Projekten seit Corona geändert hat. Heute werfen wir einen genauen Blick auf die Branchen, die besonders durch das Virus betroffen sind.

Grafik zur Entwicklung der Projektlage seit der Kontaktsperre

So entwickelt sich das Projektangebot seit Verhängung des Kontaktverbots

Rückgang im Maschinenbau, Wachstum bei Pharma

Restaurants werden zu Lieferdiensten, Unternehmen stellen um auf Home-Office und vielerorts stehen Fließbänder und Montageanlagen komplett still. Jede Branche wird unterschiedlich hart vom Coronavirus getroffen. Das zeigt sich auch in der Entwicklung des Projektangebots, spätestens seit der Verhängung des Kontaktverbots am 22.03.2020. In unserer Analyse vergleichen wir die Anzahl neuer Projekte vor dem Kontaktverbot mit der Anzahl neuer Projekte danach. Ein satter Projektrückgang von bis zu 70% ist in den Branchen Maschinenbau, Anlagenbau und Automobilindustrie zu verzeichnen. Produktionsanlagen sind geschlossen, manche Projekte lassen sich nicht digital umsetzen und für wiederum andere kann erst einmal kein Geld bereitgestellt werden – das macht sich vor allem in diesen drei Branchen stark bemerkbar.

Andere Branchen haben es leichter auch wenn dort die Digitalisierung noch nicht überall Fuß gefasst hat. Dementsprechend sind auch die Versicherungsbranche und Finanzdienstleister mit einem Rückgang von 30 bis 40% betroffen. Dagegen floriert aber die Pharmaindustrie: Der Kampf gegen den Coronavirus macht sich hier z. B. in Form von erhöhten Forschungsbudgets und verstärkter Nachfrage nach Medikamenten und Hygieneartikel bemerkbar. Dies führt in der Pharmabranche sogar zu einer Steigerung der Projektanzahl im Vergleich zur Zeit vor Corona. Programm-Manager, SAP-Spezialisten, Rollout-Experten und Software Developer werden hier nach wie vor gesucht. Für Freelancer heißt das: Leidet eure Lieblingsbranche derzeit stark unter den Folgen des Virus, dann schaut euch vielleicht auch einmal in anderen Bereichen um. Hier könnten Projekte weniger umkämpft und die Aussicht auf eine erfolgreiche Akquise höher sein.

Mehr remote in Auto- & Versicherungsbranche

Doch wie sieht es mit Remote-Optionen in den entsprechenden Branchen aus? Ein genauerer Blick zeigt: Der Remote-Anteil von Projekten in der Automobilbranche steigert sich um nahezu 20 Prozentpunkte von 8% auf 27% – mehr als jedes vierte Projekt kann hier also im Home-Office erledigt werden.  Fast genauso hoch ist der ist der Anstieg in der Versicherungsbranche: Hier geht es von 13% immerhin rauf auf 21%. Bereiche, die schon vor Corona bei einem Remote-Anteil von etwa 20% lagen, bleiben dagegen konstant: Im Bereich Transport und Logistik ist daher die Steigerung von 18% auf 20% eher mäßig.

Weitere Analysen zu Stundensätzen, Projektverteilungen und Skilltrends gibt es auf Lyncronize.