Schneller passende IT-Dienstleister & Digitalexperten finden (Teil 2)

In dieser Analyse-Serie beschäftigen wir uns damit, wie Unternehmen in kürzester Zeit IT-Dienstleister und Digitalexperten finden können, die genau zu den Projektanforderungen passen. Hierzu geben wir Empfehlungen, was bei Ausschreibungen von IT-Projekten zu beachten ist. In unserer ersten Analyse haben wir gezeigt, wie mittels genauer Anforderungsbeschreibung und aussagekräftigen Titeln die Vergabedauer minimiert werden kann. In diesem zweiten Teil fokussieren wir uns nun auf die Rahmendaten eines Projektes: Onsite vs. Remote, Teilzeit vs. Vollzeit und die Dauer eines Projekts.

Fernarbeits- und Teilzeit-Optionen machen Projekte attraktiver

Gerade jetzt, in Zeiten von Corona, wird das Thema Remote-Work heiß diskutiert. Schon seit längerer Zeit belegen Studien, dass Arbeit im Home Office produktiver sein kann, Mitarbeiter zufriedener macht und für weniger Krankentage sorgt [1]. Seit der Corona-Krise entdecken immer mehr Unternehmen, dass ihre Arbeiter im Home Office produktiver und flexibler agieren [2, 3]. Auf der anderen Seite garantiert der bloße Wechsel zur Fernarbeit keine zufriedenen Mitarbeiter und kein Produktivitätswachstum, wenn dieser Wechsel nicht richtig vollzogen wird. Schlechte technologische Infrastrukturen können zu Problemen beim Zugriff auf notwendige Werkzeuge und Daten führen, die Arbeit verzögern und sogar die Produktivität verringern [4]. Die Kommunikation und Zusammenarbeit kann ebenso schwieriger werden, was von vielen Fernarbeitern sogar als die größte Herausforderung beim verteilten Arbeiten angesehen wird [5].

Remote Work beliebter denn je

Letztendlich muss abhängig vom einzelnen Projekt entschieden werden, ob und wie viel Onsite-Präsenz zwingend notwendig ist. Hinsichtlich der Produktivität gibt ist jedoch wie beschrieben einige Hinweise darauf, dass diese sogar steigen kann. Dieser Ansicht sind scheinbar auch immer mehr Auftraggeber von IT-Projekten. Denn wie wir zuletzt gezeigt haben, liegt Remote im Trend. Aktuell liegt der Anteil der Projekte, die zumindest teilweise Remote-Work beinhalten, bei knapp 30 % – Tendenz deutlich steigend.

Und auch auf die Vergabedauer hat die Möglichkeit zur Remote-Arbeit einen signifikant positiven Effekt. Projekte mit Remote-Anteil werden über alle Plattformen hinweg um rund 3 Tage schneller vergeben als Projekte, die kein Remote-Work ermöglichen. IT-Dienstleister und Digitalexpernen sind große Befürworter von Remote-Work. Familienfreundlichkeit, kürzere Arbeitswege und Unterstützung im Team und viele weitere Vorteile machen Remote-Work attraktiv.

Mit Teilzeit-Projekten Vergabedauer senken

Ähnliches gilt für Teilzeit: Unsere Analyse der Vergabedauer hat ergeben, dass Teilzeit-Projekte im Mittel über 2 Tage schneller vergeben werden als Vollzeit-Projekte. IT-Dienstleister und Digitalexperten haben häufig nicht die Kapazitäten für ein weiteres Vollzeit-Projekt, daher sind Teilzeit-Projekte überaus beliebt. Außerdem sind Teilzeit-Projekte während der Elternzeit eine gute Möglichkeit Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Bei Projektausschreibungen sollte daher wohl überlegt sein, ob das Projekt zwangsläufig in Vollzeit ausgeschrieben werden muss.

Kurze Projekte – kurze Vergabedauer

Über 60 % aller IT-Projekte sind für eine Dauer von 6 Monaten oder weniger ausgeschrieben, 25 % dauern sogar 3 Monate oder kürzer. Unsere Analyse zeigt, dass in diesem Bereich auch die Dauer bin zur Vergabe eines Projektes am kürzesten ist. Soll ein Projekt länger dauern, verlängert sich auch die Vergabedauer. Ein Projekt mit einer Dauer von 6 – 12 Monaten wird im Schnitt 3,69 Tage später vergeben als ein Projekt mit einer Dauer von 0 – 3 Monaten. Bei einem Projekt, welches länger als 1 Jahr dauern soll – was allerdings nur bei 7 % der Projekte der Fall ist – kann es sogar ganze 4 Tage länger dauern.

Diese Effekte müssen jedoch nicht zwangsläufig bedeuten, dass lange Projekte unbeliebt sind bei Digitalexperten und IT-Dienstleistern. Im Gegenteil: Viele sind sogar genau auf der Suche nach längerfristigen Beschäftigungen. Wer sich lange bindet, will natürlich auch die richtige Entscheidung treffen und lässt sich mehr Zeit – das gilt für beide Seiten. Man sollte bei langfristigen Projekten also mehr Zeit bis zur Vergabe einplanen.

Fazit: Die Ergebnisse im Überblick

In Teil eins unserer Analysen zum Thema ‘Schneller passende IT-Dienstleister und Digitalexperten finden’ haben wir gezeigt, dass ein aussagekräftiger Titel und eine ausführliche Beschreibung die Vergabedauer eines IT-Projektes verkürzen. Die Resultate dieser zweiten Analyse sind die folgenden:

  1. Remote-Work macht Projekte für IT-Dienstleister und Digitalexperten attraktiver. Studien zeigen zudem, dass sich die Produktivität und Zufriedenheit durch Fernarbeit steigern lässt.
  2. Teilzeit-Projekte werden schneller vergeben.
  3. Projekte die 6 Monate oder kürzer dauern sollen werden schneller vergeben. Längere Projekte können dennoch attraktiv für IT-Experten und Dienstleister sein.

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Quellen